#bonjoursuisse

«Rap muss nicht aus dem Ghetto kommen!»

Seine Wurzeln liegen in der Türkei und im Tessin, und auch sonst ist Didi Moruk weder Fisch noch Vogel. In #bonjoursuisse erzählt der Zürcher, wieso er auf Mundart rappt, und warum Rap nicht aus dem Ghetto kommen muss.

 

«Wenn du viele Leute ansprechen willst, dann brauchst du eine Oberfläche, die ein wenig glitzert, einen Refrain, bei dem jeder mitsingen kann», erklärt Didi Moruk im Interview. Wichtig sei aber, dass zwischen dem Glitzer auch Tiefe sei, «dann entspricht es mir».

Gegen­sätze machen aber nicht nur die Musik spannend, auch er selbst ist «weder Fisch noch Vogel». Mit Wurzeln im Tessin und in der Türkei ist es Didi Moruk gewohnt, zwischen den Stühlen zu sitzen. «Egal wo ich bin, ich werde immer irgendwie als Ausländer wahrge­nommen, als einer, der am Bahnhof herum­hängt.» Auch seine Kleidung (Trainer­hosen) würde zu diesem Image beitragen. Doch er findet es spannend, mit der Wahrnehmung zu spielen. «Wenn die Leute mit dir reden, und merken, dass da mehr dahin­ter­steckt, kann sich ihre Wahrnehmung verändern.»

Dazu möchte er auch mit seiner Musik beitragen – und zwar auf Mundart. Dass Schweizer Rap oft nicht ernst genommen werde, nervt den Zürcher. «Viele sagen, in Zürich gäbe es ja gar kein Ghetto. Doch um Rap zu machen, muss man nicht aus dem Ghetto kommen. Jeder hat etwas zu sagen.» Didi Moruk selbst will die Leute mit seiner Musik treffen, und erklärt: «Mit Treffen meine ich natürlich nicht verletzten. Ich möchte die Menschen mit meiner Musik berühren.»

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